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Presse

TiD 13 | Schneller umnutzen – Rückschau

Transformationsdialog „Schneller umnutzen“  Dem vom BBSR ermittelten Bedarf von 320.000 neuen Wohneinheiten jährlich bis 2030 stehen laut Zensus knapp 2 Millionen ungenutzte Wohnräume gegenüber, davon circa 700.000 bezugsfertig in 3 Monaten. In den 7 großen Städten Deutschlands stehen 7,6 Millionen qm Büroflächen leer, davon allein in Berlin 1.75 Mill. qm, was bei einer Umnutzung dieser in Wohnraum rechnerisch circa 30.000 Wohnungen entsprechen könnte. Deutschland ist faktisch gebaut, jedoch zurzeit nicht ausschließlich dort, wo aktuell der Bedarf lokalisiert scheint und nicht ausschließlich mit dem, was gerade gebraucht wird. Im Rahmen des Transformationsidalog „Schneller umnutzen“ standen deshalb zwei Fragen im Vordergrund: Wie kann der Wohnungsleerstand zu den Menschen gebracht werden und wie kann der Büroleerstand schnell und einfach in Wohnraum umgenutzt werden. Die Bundesstiftung Bauakademie hat dazu vier Expert*innen einladen, die bereits erste Lösungen umsetzen. Die Videodokumentation der Veranstaltung finden Sie auf unserem YouTube-Kanal. ENTWICKLUNG VON BESTAND IM LÄNDLICHEN RAUM Frank Bachmann, Fachbereichsleiter für Bau und Stadtentwicklung der Stadt Pößneck, stellte die „Methode Pößneck“ vor. Die Stadt mit 12.000 Einwohner*innen tritt selbst als Projektentwicklerin auf, kauft (Wohn-)Leerstand in der Innenstadt auf, ertüchtigt diesen im Rohbau und der Fassade und veräußert diesen an neue Investor*innen, die den Rohbau dann anschließend weiter ausbauen und selbst nutzen bzw. sozialverträglich vermieten. Die Stadt nutzt dazu die Städtebauförderung. Insgesamt 20 Objekte wurden bisher ertüchtigt und an neue Bewohner*innen verkauft. Anne Kruse, Projektentwicklerin im Netzwerk Zukunftsorte e.V., Brandenburg, stellte die Arbeit des Netzwerks vor. Dem ländlichen Raum eine Stimme zu geben und die Potenziale für neue Orte des Zusammenlebens hinter alten Mauern, Scheunen und Höfen aufzuzeigen, die nicht nur das Wohnen im Blick haben, sondern auch neue sozioökologische, kulturelle und ökonomische Perspektiven und Infrastrukturen mit auf das Land bringen, ist das zentrale Anliegen des Netzwerks. Neben dieser raumpolitischen Arbeit wird zusätzlich ein „Leerstandsmatching“ aufgebaut sowie ein Lern- und Beratungsangebot entwickelt, um Kommunen (auch als Erbbaupachtgeber*innen) und Interessent*innen miteinander zu vernetzen und im Entwicklungsprozess zu begleiten und zu qualifizieren. UMNUTZUNG VON BESTAND IN GROSSSTÄDTEN Caroline Nachtigall-Marten, Architektin bei Duplex Architekten in Hamburg und Projektleiterin des Wohngenossenschaftsprojektes Gröninger Hof in Hamburg, stellte die bisherigen Erfahrungen im Umbau eines leerstehenden Parkhauses vor. Möglich wurde das in Erbbaupacht entwickelte Genossenschaftsprojekt durch das Baulandimmobilisierungsgesetz in Hamburg, das eine Neuaufstellung eines gültigen B-Plans bei Umnutzung eines Bestandsobjekts zulässt. Während der Bestandsanalyse wurde jedoch festgestellt, dass die Betonkonstruktion nur noch zum Teil erhalten werden konnte, was aus dem ursprünglichen Umbau bauordnungsrechtlich einen Neubau machte. Die nun damit verbundenen Fragen, Auflagen und Entwicklungen wurden unter viel Zeitaufwand gemeinsam bewältigt, eine sozialverträgliche Miete ist trotz allem weiterhin möglich. Vorgeschlagen wurde der Aufbau einer Dialog- und Wissensplattform zwischen Verwaltung und Architekt*innen, um in Zukunft Genehmigungsprozesse zu vereinfachen. Zudem ist ab 2026 in Hamburg eine Flexibilisierung der Definition Bestandsschutz geplant. Prof. Dr. Rudolf Hierl, Architekt und Referent für Wohnen und Standards im BDA Bayern stellte die BDA-Handreichung „Office to Housing“ vor. Die Publikation stellt anhand praxisorientierter Informationen zu Typologien geeigneter Bürogebäude, finanziellen Fördermöglichkeiten, steuerlichen Anreizen sowie technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen die Möglichkeiten der Umnutzung von Büroleerstand in Wohnraum dar. Ein besonderer Punkt: Sie wurde mit der Verwaltung Münchens erarbeitet, denn die städtischen Verwaltungen sind der zentrale Schlüssel in der Genehmigung von Bestandsentwicklungen. Das Fazit: Nichts ist unmöglich. Eine zentrale Herausforderung bleibt jedoch der Kapitalmarkt. Eine Förderung der Bestandsentwicklung über eine Steuererleichterung kann Anstoß geben; die Abwertung der Fondsratings großer Büroimmobilien bei Umwandlung in Wohnraum löst es nicht. Hier braucht es ein gesellschaftliches Umdenken.  Alle Projekte zeigen, dass die ökologische Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft vor allem auch eine soziökonomische Transformation der Projektentwicklung und Renditeerwartung ist. Der Gewinn ist hier der Klima- und Ressourcenschutz, der soziale Zusammenhalt und eine identitätsstiftende Baukultur.

TiD 13 | Schneller umnutzen

Wie kann die Umnutzung und der Umbau von Leerstand schneller und einfacher gelingen? Die Bundesstiftung Bauakademie lädt Interessierte herzlich zur Diskussion am 20. Mai 2025, 18:00 - 19:30 Uhr ein. Die Teilnahme kann in Präsenz vor Ort (Roter Saal der Bundesstiftung Bauakademie) oder online erfolgen: Zur Präsenz-Anmeldung Zur Online-Anmeldung Gäste: Frank Bachmann, Fachbereichsleiter für Bau- und Stadtentwicklung der Stadt PößneckProf. Dr. Rudolf Hierl, Referent für Wohnen und Standards im BDA Bayern (verantwortlich für die Publikation O2H des BDA Bayern)Anne Kruse, Projektleiterin Netzwerk Zukunftsorte e.V., Prötzel/BrandenburgCaroline Nachtigall-Marten, Projektleiterin Duplex Architekten, Hamburg Begrüßung: Prof. Dr. Guido Spars, Gründungsdirektor, Bundesstiftung Bauakademie Moderation: Kerstin Faber, Transformationsmanager Bestandserhalt und Umbaustrategien, Bundesstiftung Bauakademie Angesichts von Wohnraummangel, steigendem Leerstand im Büro- und Gewerbebereich, hohen Baukosten sowie Ressourcenschutzzielen wird die schnelle und kreative Umnutzung bestehender Gebäude immer wichtiger. Bevor neue bauliche Maßnahmen geplant werden, lohnt sich die Auseinandersetzung mit dem Leerstand, um mit klugen Entwicklungsstrategien und Umnutzungskonzepten Anpassungen an neue Anforderungen zu erzielen. Vor diesem Hintergrund berichten vier Expert*innen aus den Bereichen regionales Leerstandsmanagement, proaktive Stadtentwicklung, Bauen im Bestand und (Um-) Bauforschung von ihren Erfahrungen. Fragen, wie die Umnutzung und der Umbau schneller und einfacher gelingen könnten und welche Voraussetzungen, Strukturen und Anreize dieses Ziel unterstützen würden, stehen anschließend im Zentrum der Diskussion unseres 13. Transformationsdialogs „Schneller umnutzen“. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen! © Gröninger Hof Hamburg, Duplex Architekten, Visualisierung Jonas Bloch

Ausstellung | Werkschau: Semesterentwürfe von Masterstudierenden zur Bauakademie

Save the date: Feierliche Eröffnung der Werkschau am 15. Mai 2025 Werkschau der Semesterentwürfe zur Bauakademie von Masterstudierenden der HfT Stuttgart, der HS-Anhalt und TU-Berlin Studierende der Hochschule für Technik in Stuttgart am Lehrstuhl für Entwerfen und Entwurfstheorie von Frau Prof. Rebecca Chestnutt haben das neue Bauakademiegebäude am Schinkelplatz als Entwurfsaufgabe bearbeitet.  Ihnen gleich taten es Studierende der Hochschule Anhalt - University of Applied Sciences am Lehrstuhl für Entwurf und Baukonstruktion von Herrn Prof. Peter Apel und Studierende der Technischen Universität Berlin am Fachgebiet für Architecture for health/future von Frau Prof. Elisabeth Broermann und Herrn Prof. Adrian Nägel. Dabei haben sich die Studierenden auch intensiv mit der Institution Bundesstiftung Bauakademie auseinandergesetzt:  Was muss das Gebäude einer Institution, die sich inhaltlich mit der Zukunft des Bauens auseinandersetzt, leisten können?Wie wird es zugleich dem historischen Erbe der Schinkelschen Bauakademie und dem innovativen Geist Karl Friedrich Schinkels gerecht?Wie viel Bauen ist genug in Zeiten schwindender Ressourcen?Und vor allem: Wie muss gebaut werden, um die Bauwende zu meistern? Diese Fragen bewegen die nächste Generation der Architekt*innen. Die Bundesstiftung Bauakademie möchte nun diese Studierendenarbeiten im Rahmen einer Werkschau würdigen und der interessierten Öffentlichkeit im Roten Saal (Schinkelplatz 1, 10117 Berlin) zugänglich machen. Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung der Werkschau am 15. Mai um 18 Uhr ein. Die Studierenden werden im Austausch mit MdB Lars Rohwer (CDU), Mitglied des Stiftungsrats der Bundesstiftung Bauakademie, Kassem Taher Saleh (Bündnis90/Die Grünen), Mitglied des Stiftungsrats der Bundesstiftung Bauakademie und Achim Wollschläger, Stiftungsbeauftragter Bau der Bundesstiftung Bauakademie, über ihre Hintergründe und Herangehensweisen berichten.  Die Ausstellung kann zudem vom 16. bis 18. Mai von 12 bis 17 Uhr besichtigt werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! © Henning Vogel, HfT Stuttgart

Auftrag

Die Bundesstiftung Bauakademie wurde am 24. Januar 2019 auf Beschluss des Bundestages von der Bundesregierung gegründet. Gefördert wird sie durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Sie ist eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Hier finden Sie die Satzung der Bundesstiftung Bauakademie.

2025_Satzung_BSBA_clean_nach_Genehmigung.pdf