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Runder Tisch Circular - Priorisierte Hemmnisse innerhalb der Workshops

Priorisierte Hemmnisse innerhalb der Workshops Fehlende Vernetzung zwischen Abnehmenden und Anbietenden Fehlende wirtschaftliche Anreize für sortenreinen Rückbau Fehlende Datengrundlagen zu Spendergebäuden und Bauteilen 

Runder Tisch Circular

Beim Wechsel eines Bauteils von einem Spendergebäude in ein Nutzergebäude können eine Vielzahl an Hemmnissen auftreten. Im Rahmen der Workshops und Interviews wurden 38 Hemmnisse identifiziert. Mit Hilfe der erarbeiteten Grafik konnten diese entlang der Prozessschritte definiert und priorisiert werden. Zusätzlich stellt sie auch die Informationsflüsse zwischen den Schritten dar, die für einen flüssigen Transfer des Bauteils notwendig sind.

Runder Tisch Circular

Qualitative Interviews mit zehn Bestandshalter*innen wurden durchgeführt, um den Status Quo des Planens und Bauens mit gebrauchten Bauteilen zu verstehen und zu erfassen. Bei der Auswahl der Interviewten wurde auf eine bundesweite Verteilung aus Privatwirtschaft und öffentlicher Hand geachtet.  Erfragt wurden Erfahrungen, Motivation und Hürden zu folgenden Themenbereichen:

Runder Tisch Circular

Für die Entwicklung von zielgruppenorientierten Lösungen arbeitete die Bauakademie in einem Netzwerk, das die Bandbreite der beteiligten Disziplinen im Bauwesen widerspiegelt: Von Architekt*innen und Ingenieur*innen über Vertreter*innen aus Wissenschaft, Handwerk, Kommunen und Städten, Verwaltung bis hin zu Akteur*innen aus Rückbau, Softwareentwicklung und Versicherungswesen.  Mit diesem geschaffenen Netzwerk wurden Hemmnisse identifiziert, die die Praxis im Planen und Bauen mit sekundären Bauteilen bislang hindert. Das gemeinsam generierte Wissen stärkte das gegenseitige Verständnis zwischen den Disziplinen für den gesamten Prozess.

Runder Tisch Circular

Mit der Prozessstruktur verfolgte die Bauakademie den Design Thinking Ansatz, bei dem die zielgruppenorientierte Problemlösung, die Förderung kreativer, interdisziplinärer Zusammenarbeit und die Entwicklung innovativer Lösungen im Vordergrund stehen.  Die ersten drei Phasen wurden mit unterschiedlichen Formaten, wie Interviews, Workshops, Impulse und Priorisierung der Hemmnisse, angegangen. Basierend auf den gewonnenen Ergebnissen wurden Ideen entwickelt. Diese wurden in Schleifen vor und zurück bearbeitet – von Konzepten über Steckbriefe zu Modulskizzen – um schließlich die geeignetsten Lösungsansätze in Roadmaps für die Umsetzung herauszuarbeiten.

Runder Tisch Circular

Weniger als 1 % der Bauteile, die beim Rückbau von Gebäuden anfallen, werden tatsächlich wiederverwendet. Gleichzeitig ist der Bausektor für 55 % des gesamten Abfalls in Deutschland und 38 % der CO₂-Emissionen über den Lebenszyklus von Gebäuden verantwortlich. Dabei ließe sich dieser Ressourcenverbrauch massiv reduzieren – durch die konsequente Wiederverwendung von Bauteilen.  Hier setzt der Runde Tisch „Circular“ an: Die Bundesstiftung Bauakademie hat einen Raum für Innovation, Zusammenarbeit und konkrete Umsetzung geschaffen. Unter der Leitung von Antonia Diel (Transformationsmanagerin in der Bundesstiftung Bauakademie) arbeiten Expert*innen aus der gesamten Bauwertschöpfungskette in einem netzwerkbasierten und partizipativen Prozess an zentralen Fragen:  Warum werden so wenige Bauteile wiederverwendet? (Hemmnisse systematisch verstehen – von der Planung bis zur Umsetzung) Was braucht die Praxis, um handlungsfähig zu werden? (Bedarfe identifizieren) Welche Ansätze ermöglichen die Skalierung? (Konkrete Instrumente und Strategien entwickeln, die wirken)