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Standort und Grundstück

Das Grundstück der Bundesstiftung Bauakademie liegt in der historischen Mitte Berlins auf dem sogenannten Friedrichswerder. An diesem Standort vereinen sich Geschichte und Zukunft Berlins. Im unmittelbaren Umfeld befinden sich die Berliner Museumsinsel, der Boulevard Unter den Linden und die historische Friedrichstadt, jedoch auch das Auswärtige Amt, die Humboldt Universität zu Berlin, die Hochschule für Musik Hans Eisler und die European School of Management and Technology (ESMT). Das quadratische Grundstück hat eine Größe von ca. 2.100 m² und liegt zwischen Werderschem Markt und Schinkelplatz. Der Bildungsverein Bautechnik e.V. hat in den Jahren 2001/2002 mit Auszubildenden eine Musterfassade der Schinkelschen Bauakademie auf der nordöstliche Grundstücksecke rekonstruiert. In den Jahren 2004/2005 wurde diese um die Rekonstruktion eines Musterraums der Schinkelschen Bauakademie als Ziegelrohbau ergänzt. Der Raum entspricht dem sogenannten „Roten Saal“ im 1. Obergeschoss. Mit beiden Repliken sollte nachvollzogen werden, wie Karl Friedrich Schinkel Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut hat. Der Rote Saal wird von der Bundesstiftung Bauakademie als Veranstaltungsraum genutzt.

Geschichte

Das Grundstück der Bundesstiftung Bauakademie, in der historischen Mitte Berlins gelegen, hat eine lange Geschichte. Ursprünglich an einem Hafenbecken gelegen, befand sich hier bis zum 19. Jahrhundert der Alte Packhof. Von 1832 bis 1836 errichtete Karl Friedrich Schinkel, in Personalunion Bauherr, Architekt und späterer Nutzer, die Bauakademie. Die „Schinkelsche Bauakademie“ gilt als ein ikonischer und für die Moderne wegweisender Bau und ist das bedeutendste Gebäude des berühmten preußischen Architekten.  Im 2. Weltkrieg wurde die Bauakademie schwer beschädigt und später abgetragen. Ab Mitte der 1960er Jahre befand sich auf Teilen des Grundstücks das Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten, welches Mitte der 1990er Jahre abgerissen wurde. Die Bundesstiftung Bauakademie fühlt sich der langen und wechselvollen Geschichte des Bauakademie-Grundstücks sehr verbunden. Gemeinsam mit Partner*innen realisiert sie Projekte, die die Geschichte des Ortes in wissenschaftlicher oder künstlerischer Weise verhandeln.

Standort und Grundstück

Das zukünftige Bauakademie-Gebäude soll ein nationales und internationales Schaufenster sowie ein offener Ort des Dialogs für nachhaltiges, klimagerechtes Bauen und Digitalisierung im Bauwesen werden. Unter dem Titel „Treffpunkt Bauwende“ wird das Grundstück bis zum Baubeginn für experimentelle Projekte genutzt. Die Bundesstiftung Bauakademie möchte damit schon vor der Errichtung ihres Gebäudes einen offenen Raum schaffen, der zum Entdecken und Austauschen einlädt. Gemeinsam mit wechselnden Partner*innen entstehen auf dem Areal Ausstellungen und Prototypen, die nachhaltiges und klimagerechtes Bauen erlebbar machen. Multifunktionales Mobiliar aus recycelten Materialien der Umgebung lädt zum Aufenthalt auf dem Bauakademie-Grundstück ein. Mehr über „Treffpunkt Bauwende“ erfahren

Bauakademie der DDR

Um das Projekt und seine Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, organisierte die Bundesstiftung Bauakademie gemeinsam mit dem IRS am 18. November 2025 die Veranstaltung „Forschungsprojekt Bauakademie der DDR – Zeitzeug*innen im Dialog“ im Deutschen Architekturzentrum (DAZ). Im Mittelpunkt standen die Präsentation des Projekts, die historische Bedeutung der Bauakademie sowie die Vorstellung ausgewählter Interviews mit ehemaligen Mitarbeitenden. Die Veranstaltung bot Raum für Diskussionen über die Rolle der Bauakademie im DDR-Bauwesen, ihre Nachgeschichte in der Transformationszeit sowie die aktuellen Herausforderungen im Planen und Bauen und damit verbunden die Rolle der Bundesstiftung Bauakademie.  Zur Aufzeichnung der Veranstaltungen kommen Sie hier.

Bauakademie der DDR

Das Projekt umfasst: Zeitzeug*innen-Interviews mit ehemaligen Mitarbeitenden aus den Instituten der Bauakademie, einschließlich des Instituts für Städtebau und Architektur (ISA). Archivarbeit in den Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS und im Bundesarchiv. Digitale Bereitstellung: Interviewauszüge werden online veröffentlicht, vollständige Materialien stehen der Forschung im Archiv zur Verfügung.

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