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Die Bauakademie der DDR: Geschichte, Forschung und Rezeption

Das Forschungsprojekt zur Bauakademie der DDR wird in Kooperation zwischen dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung und der Bundesstiftung Bauakademie durchgeführt. Es wurde im Herbst 2024 gestartet und läuft bis zum Frühjahr 2026.

Historische Bedeutung der Bauakademie der DDR

Die Bauakademie der DDR, gegründet am 25. Januar 1951, war über vier Jahrzehnte die zentrale Institution für Architektur, Städtebau und Bauwirtschaft in der DDR. Sie unterstand in direkter Linie dem Ministerium für Bauwesen und prägte maßgeblich den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, die gesamte bauliche Entwicklung und  setzte die politischen Leitlinien  im Bauwesen um. Als praxisorientiertes wissenschaftliches Kompetenzzentrum vereinte sie Forschung, Planung und Steuerung und war zugleich eine akademische Fachgesellschaft mit Promotionsrecht. 

Ihre Aufgaben umfassten: 

  • Grundlagenforschung für Architektur und Bauwesen,
  • staatliche Steuerung bei Neubauprojekten und städtebaulichen Wettbewerben,
  • fachliche Vernetzung von Expertinnen und Wissenschaftlerinnen. 

Nach der Auflösung 1991 wurde die Bauakademie zu einem Symbol für die Wissenschafts- und Architekturgeschichte der DDR – jedoch blieb ihre Rolle bislang weitgehend unerforscht. 

Ziele des Forschungsprojekts

Das Projekt „Geschichte und Rezeption der Bauakademie der DDR“ untersucht die institutionelle Entwicklung, die Akteur*innen und die Wirkungsgeschichte dieser Einrichtung. Dabei wird nicht nur die Zeit der DDR betrachtet, sondern auch die Transformationsphase nach 1989. Ziel ist es, die Bedeutung der Bauakademie für die Stadt- und Bauentwicklung der DDR umfassend zu dokumentieren.

Methodik und Inhalte

Das Projekt umfasst:

  • Zeitzeug*innen-Interviews mit ehemaligen Mitarbeitenden aus den Instituten der Bauakademie, einschließlich des Instituts für Städtebau und Architektur (ISA).
  • Archivarbeit in den Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS und im Bundesarchiv.
  • Digitale Bereitstellung: Interviewauszüge werden online veröffentlicht, vollständige Materialien stehen der Forschung im Archiv zur Verfügung.

Video-Teaser zum Forschungsprojekt

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Video-Aufzeichnungen aller Zeitzeug*innen-Interviews

Veranstaltung: Zeitzeug*innen im Dialog

Um das Projekt und seine Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, organisierte die Bundesstiftung Bauakademie gemeinsam mit dem IRS am 18. November 2025 die Veranstaltung „Forschungsprojekt Bauakademie der DDR – Zeitzeug*innen im Dialog“ im Deutschen Architekturzentrum (DAZ). Im Mittelpunkt standen die Präsentation des Projekts, die historische Bedeutung der Bauakademie sowie die Vorstellung ausgewählter Interviews mit ehemaligen Mitarbeitenden. Die Veranstaltung bot Raum für Diskussionen über die Rolle der Bauakademie im DDR-Bauwesen, ihre Nachgeschichte in der Transformationszeit sowie die aktuellen Herausforderungen im Planen und Bauen und damit verbunden die Rolle der Bundesstiftung Bauakademie. 

Zur Aufzeichnung der Veranstaltungen kommen Sie hier.