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Neues Europäisches Bauhaus Deutschland Community Aktuelles

Erstes bundesweites NEB-Netzwerktreffen

Mehr als 70 Teilnehmende aus Bund, Ländern, Kommunen, aus Hochschulen, NEB-Projekten und Partnerorganisationen sowie von der Europäischen Kommission und aus Österreich kamen am 8. Oktober 2026 in den Roten Saal der Bundesstiftung Bauakademie. Der Nationale Kontaktpunkt für das Neue Europäische Bauhaus hatte zum ersten bundesweiten Netzwerktreffen eingeladen, um gemeinsam Bilanz zu ziehen: Was ist in Deutschland bereits entstanden? Wie wird das NEB in die Praxis gebracht? Und was braucht es, damit aus einzelnen Aktivitäten langfristige Zusammenarbeit und konkrete Wirkung entstehen? 

Vom europäischen Rahmen zur nationalen Umsetzung

Camille Freiling von der Europäischen Kommission gab Einblicke in die Entwicklung des NEB, dessen Community inzwischen rund 1.400 NEB Partner*innen umfasst, und die nächsten Schritte auf europäischer Ebene. Dazu gehören ein geplantes NEB-Label und ein Investment Accelerator, der den Zugang zu Finanzierung erleichtern soll. Im Austausch mit dem Bundesbauministerium stellte der Nationale Kontaktpunkt seine Idee vor, das „Neue Europäische Bauhaus Deutschland“ als gemeinsames Dach für Information, Austausch, Vernetzung und Praxis zu stärken. Anschließend informierte die Nationale Kontaktstelle NEB über die Fördermöglichkeiten der NEB Facility. 

Zwei Runden: Konkrete Projekte und langfristige Strukturen

Die erste Runde zeigte, wie das NEB auf unterschiedliche Weise in die Praxis gelangt: Sachsen-Anhalt gab Einblicke in die Rolle von Förderpolitik und Strukturwandel, das Collegium Academicum in Heidelberg in gemeinschaftliches und bezahlbares Wohnen und das Forschungsprojekt BIOARC in die Entwicklung bioregionaler Baustoffe. Im Mittelpunkt standen dabei auch die Voraussetzungen, unter denen gute Ansätze umgesetzt, übertragen und weiterentwickelt werden können.

Die zweite Runde richtete den Blick auf Kompetenzen, Netzwerke und Wissenstransfer. Das NEB Academy Central Hub, die europäische Hochschulallianz BAUHAUS4EU, das NEB Lab und der österreichische Nationale Kontaktpunkt machten unterschiedliche Wege sichtbar, Wissen zu teilen, Akteur*innen zu verbinden und das NEB langfristig zu verankern. Ein Thema zog sich dabei durch beide Runden: Wie lässt sich das NEB verständlich vermitteln und so kommunizieren, dass es auch Menschen außerhalb der Fachcommunity erreicht? 

Die Agora wird lebendig

An vier Dialogstationen wurden die Teilnehmenden schließlich selbst aktiv. Sie brachten ihre Erfahrungen, Ideen und Wünsche ein und dachten gemeinsam über die weitere Entwicklung des NEB in Deutschland nach. Auf einer Deutschlandkarte verorteten sie 39 Projekte und Initiativen. An den weiteren Stationen kamen insgesamt 122 handschriftliche Beiträge zusammen. Besonders deutlich wurden der Wunsch nach verständlicher Kommunikation, die auch Menschen ohne Fachhintergrund erreicht, und die Vision von mehr „Lebendigkeit vor Ort“. Weitere Impulse betrafen zusätzliche Workshops und Austauschmöglichkeiten sowie Fördermodelle, die auch kleinere Projekte unterstützen.

Wie es weitergeht

Das Netzwerktreffen hat gezeigt, wie viel im NEB in Deutschland bereits entsteht und wie wichtig es ist, Erfahrungen zu teilen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

2027 geht es weiter: Der Nationale Kontaktpunkt baut sein Informations- und Kommunikationsangebot aus, besucht im Rahmen der Deutschlandtour weitere Projekte und Initiativen vor Ort und bringt die NEB-Community bei weiteren Netzwerktreffen zusammen.

Die wichtigsten Ergebnisse und Impulse des Treffens halten wir in einer Dokumentation fest, die derzeit erarbeitet wird und in Kürze erscheint. 

Foto: Emmanuel Aronis, Boheifilm