Regensburg Königswiesen – bezahlbar nachhaltig sanieren (ReKoeSan)
Klenzestraße 22 – 28
93051 Regensburg
Bayern
Innovative Energiekonzepte
Einsatz von ressourcenschonenden Baustoffen
Kreislaufgerechter Rückbau
Im Sanierungsprojekt „Regensburg Königswiesen – bezahlbar nachhaltig sanieren“ sollen zwei Baukörper einer Großwohnsiedlung aus den 1970er‑Jahren modernisiert werden. Das Quartier mit sieben Wohnblöcken und 282 Wohnungen soll zu einem sozialverträglichen und klimaneutralen Quartier werden. Ziel ist es, den Bestand langfristig zu sichern, bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und die Emissionen bis 2030 um 65 % sowie bis 2035 vollständig zu reduzieren. Das Vorhaben ist Teil des „Green Deal Regensburg“ und wird von der Stadtbau GmbH getragen.
Kern des Projekts ist die serielle Sanierung nach dem Energiesprong‑Prinzip. Vorgefertigte Bauelemente, standardisierte Prozesse und digitale Planung mittels BIM verkürzen Bauzeiten und senken Kosten sowie Ressourcenverbrauch. Zwei Wohnblöcke werden zunächst als Pilotprojekte umgesetzt, um die Übertragbarkeit auf die gesamte Siedlung zu prüfen. Die Modernisierung erfolgt im bewohnten Zustand, weshalb Mieterkommunikation, Akzeptanzförderung und mieterfreundliche Umsetzung zentrale Bestandteile sind.
Die klimaneutrale Wärmeversorgung basiert auf einem Niedertemperaturnetz, das Abluftwärme über Wärmepumpen nutzt und durch Photovoltaik, Solarthermie und Ökostrom ergänzt wird. Ein besonderer Fokus liegt auf Kreislaufwirtschaft und Urban Mining: Baustoffe werden erfasst, katalogisiert und – wo möglich – wiederverwendet. Die Daten fließen in einen digitalen Gebäuderessourcenpass ein. Ökobilanzierte Fassadenelemente aus recycelten oder nachwachsenden Rohstoffen erhöhen Ressourceneffizienz und Langlebigkeit. Die Kombination aus serieller Sanierung, kreislaufgerechtem Rückbau und regenerativen Baustoffen bildet den innovativen Kern des Projekts.
Die wissenschaftliche Begleitung durch die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg untersucht ökologische, ökonomische und soziale Effekte der seriellen Sanierung. Dazu gehören Lebenszyklus‑ und Wirtschaftlichkeitsanalysen sowie eine Sozialbilanzierung nach UN‑Richtlinien, die Gerechtigkeit, Nutzerzufriedenheit und lokale Wertschöpfung einbezieht. Urban‑Mining‑Potenziale und Wiederverwendungsmöglichkeiten werden ebenfalls bewertet.
Mit der Verbindung aus serieller Sanierung, klimaneutraler Energieversorgung, Kreislaufwirtschaft und sozialer Integration soll ein Modellprojekt für nachhaltige und bezahlbare Stadterneuerung entstehen. Die Ergebnisse werden in einem Leitfaden aufbereitet, der die Übertragbarkeit auf weitere Großsiedlungen unterstützt und einen Beitrag zur Transformation der Bauwirtschaft leistet.
Bau & Planung
| Art des Bauvorhabens |
Sanierung |
| Bauweise |
Serieller Bau |
| Bruttogrundfläche | 13.740,51 m² |
| Anzahl Wohneinheiten | 282 |
| Förderkategorie | Kategorie B (Umsetzung LPH 5 - 8) |
| Bundesförderung | 4.886.894,00 € |
| Bauwerkskosten (KG 300+400) | 14.672.000,00 € |
| Baukosten (KG 200-700) | 18.504.000,00 € |
Akteur*innen
| Bauherrschaft |
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| Entwurfsverfasser:innen |
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| Forschungseinrichtung |
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| Weitere Projektbeteiligte |
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Förderung
Dieses Projekt wird vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) aus Mitteln des Programms Pilotprojekte – Innovationen im Gebäudebereich gefördert und vom BBSR in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Bauakademie (BSBA) umgesetzt.