Inklusives Zukunfts Quartier Kunstwerkerschule - ADPT-Pilotprojekt
Kunstwerkerstraße 98
45136 Essen
Nordrhein-Westfalen
Einsatz von ressourcenschonenden Baustoffen
Kreislaufgerechter Rückbau
Klimaresilienz und Biodiversität
Vernetzte Planung mit BIM
Digitaler Bauprozess
Das Projekt „Inklusives ZukunftsQuartier Kunstwerkerschule“ in Essen entwickelt ein ressourcenschonendes, kreislauffähiges und inklusives Quartiersmodell, das historischen Bestand mit modularen Neubauten verbindet.
Rund um die ehemalige Kunstwerkerschule entsteht ein Ensemble, das überwiegend aus regenerativen und sekundären Materialien wie Holz, Lehm, Stroh, Kautschuk und wiederverwendeten Bauteilen errichtet wird. Ziel der Bauherrin Aktion Mensch ist ein barrierefreies, gesundheitsförderndes und gemeinschaftsorientiertes Wohnumfeld, das ökologische, soziale und digitale Innovationen zusammenführt. Die neuen Baukörper fügen sich behutsam in die bestehende Natur- und Nachbarschaftssituation ein. Ziel ist die Stärkung lokaler Ökosysteme und die Verknüpfung von Bestand, Neubau und Freiraum zu einem resilienten Gesamtsystem. Ein hoher Vorfertigungsgrad, reversible Konstruktionen und digitale Materialdatenbanken unterstützen eine kreislaufgerechte Bauweise und reduzieren Bauzeiten, Abfallaufkommen und Energieverbrauch auf der Baustelle.
Zentrale technische Grundlage ist der ADPT-Systembaukasten mit standardisierten, reversiblen Bauelementen, der ressourcenschonendes und digital gestütztes Bauen ermöglicht. Digitale Prozessketten – von Building Information Modeling (BIM) über Künstliche Intelligenz (KI) bis hin zum Internet der Dinge (IoT) – sollen Planung, Fertigung und Rückbau effizient miteinander verknüpfen. Ein digitaler Zwilling bildet die Grundlage für Simulationen, Variantenvergleiche und die Integration der ADPT.engine. Ergänzend werden Konzepte für eine robuste Gebäudehülle, regenerative Energieversorgung und klimaangepasste Freiräume entwickelt. Die Wiederverwendung abgängiger Bauteile aus dem Bestand wird in Kooperation mit Concular geprüft und dokumentiert.
Die wissenschaftliche Begleitung durch die Ruhr-Universität Bochum sowie weiteren Institutionen untersucht, wie digitale, kreislauffähige und inklusive Planungs- und Bauprozesse in der Praxis zusammenwirken können. In einem Mixed-Methods-Ansatz werden ökologische, ökonomische, soziale, technische und rechtliche Dimensionen zusammengeführt. Analysiert werden unter anderem Tragwerk, TGA, Materialwahl, Rückbaupfade, Wirtschaftlichkeit und rechtliche Rahmenbedingungen. Ein digitaler Zwilling dient als Forschungsplattform zur Bewertung von Lebenszykluseffekten und zur Entwicklung eines rechtlichen Referenzmodells. Ziel ist es übertragbare Ansätze für inklusive Quartiersentwicklungen abzuleiten.
Als Modellprojekt der IGA 2027 will das Vorhaben die Bauwende sichtbar machen und zeigen, wie regenerative Materialien, kreislauffähige Konstruktionen und digitale Werkzeuge in einem inklusiven Quartier zusammengeführt werden können. Die Ergebnisse werden in Leitfäden, einem Abschlussbericht und einem Policy Brief aufbereitet und sollen Impulse für eine nachhaltige Transformation der Baupraxis geben.
Bau & Planung
| Art des Bauvorhabens |
Sanierung Neubau |
| Bauweise |
Holzhybrid Serieller Bau |
| Bruttogrundfläche | 3050 m² |
| Förderkategorie | Kategorie A (Planung LPH 0 - 4) |
| Bundesförderung | 686.367,62 € |
| Bauwerkskosten (KG 300+400) | 9.250.000,00 € |
Akteur*innen
| Bauherrschaft |
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| Entwurfsverfasser:innen |
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| Forschungseinrichtung |
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| Weitere Projektbeteiligte |
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Förderung
Dieses Projekt wird vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) aus Mitteln des Programms Pilotprojekte – Innovationen im Gebäudebereich gefördert und vom BBSR in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Bauakademie (BSBA) umgesetzt.