Gebäude

Die Bauakademie wird an ihren ursprünglichen Ort im Herzen der Hauptstadt zurückkehren.

Das Schinkelsche Bauakademie-Gebäude befand sich im historischen Zentrum Berlins, zwischen dem damaligen Stadtschloss (heute Humboldt Forum) und der Friedrichswerderschen Kirche, in Sichtweite des Alten Museums. Die Form und Größe des Gebäudes waren genau auf diese architektonische Umgebung abgestimmt. Nach ihrem Neuaufbau wird die Bauakademie das bestehende Bau-Ensemble wieder ergänzen.

Bauplanung

Als Labor für die Zukunft des Planens und Bauens ist die Bauakademie nachhaltig-klimagerechten Bauweisen und interdisziplinären Forschungsansätzen verpflichtet. Diese Prinzipien wird die Bauakademie auch auf die Planung ihres künftigen Gebäudes am Schinkelplatz übertragen. Sie versteht die Bauplanung als einen Beispielprozess für ein von Beginn an konsequent nachhaltig und digital umgesetztes Bauen.

Thinktank „Wettbewerb“

Als erste unter weiteren Initiativen zur Zukunft des Bauens hat die Bauakademie den Thinktank „Wettbewerb“ gegründet, der die Vorgaben für den Neuaufbau ihres Gebäudes entwickelt. Ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist zurzeit damit beschäftigt, Nachhaltigkeitsziele wie Energieeffizienz, Klimaneutralität und Ressourcenschonung zu formulieren. Am Ende dieses Prozesses soll ein Realisierungswettbewerb um die Verwirklichung des Gebäudes stehen.

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Werkstatt Bauakademie

Die bewegte und lange Geschichte der Bauakademie macht das Vorhaben für die Öffentlichkeit bedeutsam. Bürgerschaftliche Initiativen, die sich seit den 1990er Jahren für den Wiederaufbau der Bauakademie einsetzten, erwirkten die Entscheidung des Deutschen Bundestags, die Bauakademie als Institution für zukunftsweisendes, nachhaltiges Bauen neu zu gründen und das einstige Bauakademie-Gebäude wieder aufzubauen.

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Fragen und Antworten

Wem gehört das Grundstück?

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Das Grundstück geht voraussichtlich im Sommer 2022 in das Eigentum der Bundesstiftung Bauakademie über. Bis dahin müssen die Voraussetzungen für die Eintragungen in das Grundbuch umgesetzt werden. Im August 2021 hat die Bundesstiftung Bauakademie dem Land Berlin das Gelände nach Verkehrswert für einen vorläufigen Kaufpreis von 19,8 Millionen Euro abgekauft.

Warum hat die Bundesstiftung Bauakademie das Grundstück gekauft?

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Das Grundstück der Bauakademie wurde in den 1990er Jahren vom Bund an das Land Berlin übertragen, das ursprünglich das Projekt selbst realisieren wollte. Im Hauptstadtfinanzierungsvertrag von 2017 wurde geregelt, dass die Bundesstiftung Bauakademie das Grundstück zum vollen Verkehrswert erwerben kann.

Wer baut das Gebäude?

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Die Bundesstiftung Bauakademie ist Bauherrin. Das Projektmanagement übernimmt das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Die Bauherrin wird von dem Wissenschaftsteam der Stiftung, dem Thinktank „Wettbewerb“ sowie externen Fachleuten unterstützt.

Wird das Gebäude eine originalgetreue Fassade bekommen?

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Das zukünftige Gebäude orientiert sich gemäß Bebauungsplan in Bezug auf Kubatur und Anzahl der Vollgeschosse an den Originalplänen der Schinkelschen Bauakademie. Ob eine rekonstruierte oder eine neu entworfene Fassade gebaut wird oder ob es zu einer hybriden Lösung kommt, soll im Thinktank „Wettbewerb“ und in einem offenen internationalen Realisierungswettbewerb entschieden werden.

Wird der Raumplan von Schinkel erhalten?

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Das Raumkonzept des neuen Gebäudes soll eine flexible Nutzung und interdisziplinäres Arbeiten ermöglichen. Der historische Raumplan mit dem innovativen Achsenraster von Schinkel kann dafür eine Inspiration sein.

Wird es in dem Gebäude ein Schinkel-Museum geben?

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Der Nachlass Karl Friedrich Schinkels wird von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz verwaltet, nicht von der Bundesstiftung Bauakademie. Deshalb wird es in dem Gebäude kein Schinkel-Museum geben. Die Bauakademie wird sich jedoch auf vielfältige Weise mit dem Lebenswerk Schinkels auseinandersetzen.

Wieviel Schinkel?

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Die Bundesstiftung Bauakademie tritt mit ihrer Arbeit in die Fußstapfen von Karl Friedrich Schinkel als Erneuerer und Visionär. Sie wird in seinem Geist modernste Mittel einsetzen, um ein optimal nutzbares Gebäude zu verwirklichen, das hohen Anforderungen an Energie- und Ressourceneffizienz und Flexibilität gerecht wird.

Wie soll das Bauakademie-Gebäude genutzt werden?

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Wenn das Gebäude steht, wird es ein offener Ort für alle sein, die im Bauwesen tätig sind oder sich dafür interessieren. Vor allem ist das Gebäude als Treffpunkt, Veranstaltungsort und Forschungsstätte geplant. In dem Haus soll es Ausstellungen, Workshops, Tagungen, Gastronomie, Geschäfte und Dienstleistungsangebote geben.

Was ist ein Raumprogramm?

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Das Raumprogramm stellt einen Überblick der Raumaufteilung und deren Anforderungen dar und dient im weiteren Verlauf des Wettbewerbs als Grundlage der Gebäudeplanung. Das Raumnutzungskonzept wird die Grundlage für die Raumplanung sein.

Wie sieht das Raumprogramm der Bauakademie aus?

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Durch möglichst flexibel nutzbare Räumlichkeiten wird der Plattform-Charakter der Bauakademie deutlich. Kooperationspartnerinnen und -partner des interdisziplinären Netzwerks finden hier Anregungen und eine passende Infrastruktur für die tägliche Arbeit und ihre Veranstaltungen.

Was war die Aufgabe des Programmwettbewerbs 2018?

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Ziel des Programmwettbewerbs war es, Ideen zu Betrieb und Veranstaltungsformaten zu generieren. Nutzungskonzepte und die dazugehörigen Raumaufteilungen innerhalb des zukünftigen Gebäudes wurden ausgewählt. Auch zur Fassadengestaltung gab es unterschiedliche Ergebnisse. Der Programmwettbewerb diente der Vorbereitung eines späteren Realisierungswettbewerbs.

Was ist ein Realisierungswettbewerb?

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Ziel des Realisierungswettbewerbs ist die Entscheidung für einen Entwurf zur Umsetzung des Bauvorhabens. Die Regeln eines Wettbewerbs sind im Bundesvergabegesetz bzw. in der Wettbewerbsordnung für Architekten zu finden. Jeder Wettbewerb basiert auf einer Aufgabenbeschreibung, der sogenannten Ausschreibung. Die Ausschreibung gliedert sich in die Verfahrensregeln, die Erläuterung der Bauaufgabe und die Planungsgrundlagen.

Wann findet der Realisierungswettbewerb statt?

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Im Jahr 2022 erarbeitet der Thinktank „Wettbewerb“ die Vorgaben für das Bauvorhaben sowie die Verfahrensregeln des Wettbewerbs. Die Vorbereitungen für den Wettbewerb sollen Ende 2022 abgeschlossen sein, so dass die fertige Auslobungsunterlage dem Stiftungsrat im Frühjahr 2023 zur Entscheidung vorgelegt und anschließend mit dem Wettbewerbsverfahren begonnen werden kann.

Wann beginnt der Bau?

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Der Baubeginn ist einer der wichtigsten Meilensteine des Bauvorhabens. Die genaue Zeitplanung wird nach der Durchführung des Wettbewerbes vorliegen. Die Bundesstiftung Bauakademie wird über den Fortschritt der Planungen und die Konkretisierung der Zeitpläne ständig aktuell informieren.

Was sind die Kosten für den Neubau?

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Auf Beschluss des Deutschen Bundestags wurden 62 Millionen Euro für den Bau bereitgestellt. Eine konkrete Einschätzung der Baukosten ist erst nach dem Realisierungswettbewerb möglich. Die Wirtschaftlichkeit des Projektes stellt jedoch eine wichtige Rahmenbedingung für den Wettbewerb dar.