Forsa-Umfrage zur Gestalt des Bauakademie-Gebäudes

Die drei Berliner Bürgervereine Förderverein Bauakademie e.V., die Gesellschaft Historisches Berlin e.V. und der Stadtbild Deutschland e.V. haben jüngst bei dem Institut Forsa eine bundesweite Umfrage in Auftrag gegeben, aus der hervorging, dass die Mehrheit der Befragten sich für das künftige Bauakademie-Gebäude eine originalgetreu rekonstruierte Fassade wünscht.

Die Umfrage ist ein begrüßenswerter Beitrag zur bevorstehenden Ausarbeitung der Vorgaben für den Realisierungswettbewerb. Die Umfrage-Ergebnisse werden die Diskussionen um die Gestalt des Gebäudes bereichern, die in den nächsten Monaten in unterschiedlichen Formaten stattfinden werden. Die Diskussionen werden sich neben dem Thema der Gestalt des Gebäudes mit vielen anderen Anforderungen an das Gebäude beschäftigen, wie z.B. Fragen der Energieeffizienz und Klimaneutralität, der Ressourceneffizienz und der Wirtschaftlichkeit.

Zeitgleich mit den für September angesetzten Tagungen des Thinktanks „Wettbewerb“, in dem Expertinnen und Experten aus den Bereichen Planung, Bauwesen und Politik Handlungsempfehlungen erarbeiten werden, wird eine „Werkstatt“-Reihe der bürgerschaftlich engagierten Öffentlichkeit die Gelegenheit geben, sich mit ihren Vorstellungen in den Entscheidungsprozess einzubringen.

Zu den vielen spannenden Projekten der Bundesstiftung Bauakademie gehört die Planung des Realisierungswettbewerbs für das Gebäude der Institution, das auf dem Grundriss der einstigen Schinkelschen Bauakademie in Berlins historischer Mitte neu errichtet werden soll.

Schinkels berühmtes, baugeschichtlich revolutionäres Gebäude war 1962 abgerissen worden. Bürgerschaftliche Initiativen, die sich seit den 1990er Jahren für den Wiederaufbau der Bauakademie einsetzten, erwirkten schließlich die Entscheidung des Deutschen Bundestags, die Bauakademie als Institution für zukunftsweisendes, nachhaltiges Bauen neu zu gründen und das einstige Bauakademie-Gebäude wieder aufzubauen.

Im Thinktank „Wettbewerb“ und in der Werkstatt Bauakademie wird sich ein reger Austausch ergeben, der alle Positionen und Wünsche berücksichtigt. Ziel sind gemeinsam getragene Handlungsempfehlungen für die Wettbewerbsauslobung. Diese sollen Zielmarken des nachhaltigen Bauens, z.B. zur Lebenszykluskostenbetrachtung, zum ressourcenschonenden Materialeinsatz, zu digitalisierten Planungs-, Bau- und Nutzungsprozessen sowie zur Rekonstruktion enthalten.